Diskussion mit Prof. Dr. Kai Brodersen und dem Hochschulbeauftragten Peter Metz auf Radio Funkwerk

November 26, 2009

Am Freitag, den 27.11., zwischen 12:30 und 13:30 Uhr wird  in den Studios von Radio Funkwerk eine Diskussion zwischen unserem Präsidenten Prof. Dr. Kai Brodersen, dem Hochschulbeauftragten des Kultusministeriums und einem Vertreter des Bildugsstreiks zur Zukunft unserer Uni, der Finanzierung und dem Bildungssystem stattfinden. Ausgestrahlt wird diese Sondersendung wahrscheinlich am darauffolgendem Samstag zwischen 14 und 15 Uhr und auf jeden Fall am Mittwoch, den 02.12., zwischen 18 und 19 Uhr.

Falls ihr Fragen an die anwesenden Parteien habt, dann schickt sie an plauz@gmx.net!

Advertisements

STUDIEREN STATT FUNKTIONIEREN!

November 24, 2009

Das wir unsere Besetzung beendet haben, heißt noch lange nicht, das die anderen Unis nichts mehr zu sagen haben:

——–

Die Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar schließen sich als „AG für Protest“ den bundesweiten Forderungen der Studierenden und Schüler im Bildungsstreik 2009 an. Die zunehmende Ausrichtung von Studium und Lehre an Marktmechanismen und die mangelnde Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses betreffen auch uns.

Wir wollen nicht in einer Denkfabrik angestellt sein, sondern selbstbestimmt Lernen. Mit einer künstlerischen, ironischen Auseinandersetzung zeigen wir zum einen die Problematiken der gegenwärtigen Bildungsverhältnisse auf und provozieren zum anderen einen Wandel dessen, was Studieren für unsere Generation heißt.

Bildung ist ein Selbstzweck und darf nicht wirtschaftlichen Zwängen unterliegen. Die Hochschulfinanzierung muss transparent sein; Drittmittelantragsverfahren, Ratings und Rankings dürfen nicht den Mittelpunkt hochschulinterner Tätigkeiten darstellen.

Wir fordern die Abschaffung sozialer und finanzieller Barrieren, die durch Studiengebühren und unrealistischen Regelstudienzeiten aufgebaut wurden. Studierende müssen finanziell unabhängig bleiben und nicht mit immensen Schulden (Bildungskredite) ihr Studium abschließen.

Wir fordern mehr Mitbestimmung aller Beteiligten im Bildungssystem, an allen deutschen Schulen und Hochschulen.

Wir fordern eine Entzerrung der Bachelor-/Master-Programme (verlängerte Regelstudienzeiten) sowie deutlich weniger verschulte Lehrpläne und die Abschaffung von Dauerüberprüfungen. Außerdem muss eine unbürokratische Mobilität zwischen den Hochschulen, wie es der Bologna-Prozess versprach, gewährleistet werden.

BILDUNG IST KEIN LUXUSGUT, SONDERN EIN MENSCHENRECHT! WIR FORDERN EIN FREI ZUGÄNGLICHES, ÖFFENTLICH FINANZIERTES UND EMANZIPATORISCH AUSGERICHTETES BILDUNGSSYSTEM!

Soziale Ungleichheit und Verwertungslogiken, die durch die Anpassung des Hochschulsystems an Marktmechanismen entstanden sind und sich in Form von Konkurrenz- und Leistungsdruck in jedem einzelnen Studierenden verkörpern, müssen eliminiert werden!

Wir wollen zu einer Diskussion um die Zukunft unseres Bildungssystems anregen und einen Wandel der Bildungspolitik und Studienmentalität vorantreiben!

Ob unsere Gesellschaft den gegenwärtigen Wandlungsprozessen und Machtmechanismen lediglich unterliegt – „Das ist halt so!“ – oder eine Ausgestaltung der Zukunft jenseits eines Kosten-Nutzen-Kalküls realisiert, entscheidet vor allem die Gestalt der Universität. Um kritische und selbstdenkende Persönlichkeiten ausbilden zu können, muss sie ihr Zwangskorsett ablegen!

————————————————-

AG PROTEST
DER BAUHAUS-UNIVERSITÄT WEIMAR

STUDIEREN STATT FUNKTIONIEREN!

Kontakt
——-
Web:    http://m18.uni-weimar.de/protest/
e-Mail:  ag-protest@m18.uni-weimar.de


Pressemitteilung: Ende der Besetzung, Pressekonferenz

November 23, 2009

Ende der Audimax-Besetzung an der Uni Erfurt

 

Erfurt, 23.11.2009. Die protestierenden Studierenden an der Universität Erfurt beenden heute, am Montag den 23.11.2009, um ca. 23 Uhr die friedliche Besetzung des Audimax‘. Nach einer knappen Woche der Besetzung wurde heute morgen von den Studierenden im Plenum beschlossen, das Audimax wieder freizugeben.

 

Wir wollen das Audimax wieder für den Studienalltag freigeben“, so Frauke Heesing, studentische Aktivistin. „Mit der Besetzung des Audimax‘ haben wir für Aufmerksamkeit gesorgt, unsere Solidarität gegenüber den internationalen Protesten bekundet und wir haben es geschafft in dem Freiraum inhaltliche Forderungen auszuarbeiten. Nun wollen wir unsere Kräfte voll und ganz auf die Fortführung der Arbeit konzentrieren und uns dafür einsetzen, dass unsere Forderungen auch umgesetzt werden.“

 

Zentrale Forderungen der Studierenden sind neben einem gebührenfreien Studium für alle auch der Erhalt eines vielfältigen Studienangebots, was insbesondere die Beschäftigung von genügend Lehrpersonal beinhaltet. Zudem wird eine grundlegende Überarbeitung des aktuellen Thüringer Hochschulgesetzes gefordert: Im Wesentlichen geht es den Studierenden um mehr Mitbestimmungsrechte sowie eine Alternative zu der gegenwärtigen Hochschulfinanzierung (LUBOM). Besondere Anliegen der Proteste sind außerdem die Entzerrung des Bachelorstudiums und ausreichende Masterstudienplätze.

 

Die Studierenden stehen nach wie vor als Kooperationspartner zur Verfügung und erwarten die aktive Einbindung in zukünftige Entscheidungsprozesse. Aus ihrer Sicht sind jetzt sowohl Universitätsleitung als auch Politik am Zug, die notwendigen Reformen in Gang zu bringen. Für den Fall, dass die Forderungen ohne Wirkung bleiben, behalten sich die Studierenden eine längerfristige Rückkehr in das Audimax vor.

 

Zunächst wird der Protest am Dienstag in Leipzig fortgeführt. Anlässlich der dort stattfindenden Hochschulrektorenkonferenz werden auch Studierende aus Erfurt nach Leipzig fahren, um an der Großdemonstration „Keine Stimme ohne uns“ teilzunehmen.

 

 

Für Mittwoch, den 25.11.2009, laden die protestierenden Studierenden der Universität Erfurt zu einer abschließenden Pressekonferenz um 11 Uhr ins Audimax ein.

 

Themen werden sein:

  • Vorstellung des erarbeiteten Forderungskatalogs
  • konkrete Forderungen an Universität und Politik
  • abschließende Betrachtungen und Richtigstellungen zu Verlauf, Wahrnehmung und Wirkung des Bildungsprotests
  • Vorstellung der zukünftigen Arbeitsweise der Studierenden

 

Teilnehmen werden Vertreter des Studierendenrates, Sprecher der Bildungsstreikorganisatoren sowie Universitätspräsident Prof. Dr. Kai Brodersen.

 

 


Heute 18 Uhr: David Krause

November 23, 2009

Heute um 18 Uhr findet im Audimax ein kleines Konzert statt. Auftreten wird:

David Krause, Aukustik-Songs zum Tagesausklang

 

Apropos „Ausklingen“, ausgeklungen wird natürlich erst mit dem Plenum um 20:30 Uhr


Aktuelle Stunde

November 23, 2009

Die Aufnahmen der aktuellen Stunde BILDUNG des Thüringer Landtages gibt es seit Freitag Abend auch im Internet als Stream oder Flash – Video:

http://plenumonline.fem.tu-ilm enau.de/thueringen/Default.aspx?TOPcount =25


kleine Anmerkung

November 23, 2009

Scheinbar ist in der letzten Woche ein weiß/blauer USB Stick im Audimax abhanden gekommen.

Falls den jemand gefunden haben sollte, bitten wir um Rückgabe.

Auf dem Stick befindet sich ein wichtiges Referat!


24.11.: Französische Hochschullehrer und Forscher rufen zum gemeinsamen Protesttag auf!

November 22, 2009

Auch Frankreich steht hinter uns!!!

„MITTEILUNG DER COORDINATION NATIONALE DES UNIVERSITES AN DIE EUROPÄISCHEN KOLLEGEN

Die Hochschullehrer und die Forscher der französischen Universitäten, vereint in der Coordination nationale des universités, erklären ihre Unterstützung und ihre Solidarität an die Kollegen der italienischen, deutschen und österreichischen Kollegen, die zur Zeit im Arbeitskampf sind.

Sie rufen alle Forscher und Hochschullehrer auf, am Dienstag dem 24. November Versammlungen und Demonstrationen zu organisieren, um einen ersten gemeinsamen europäischen Protesttag zu schaffen.

E-mail : prepa.coordination.nationale@shesp.lautre.net“
Wenn möglich an Dozenten weiterleiten